Exoten als „Nutztiere" ?

Strauße


BSE und Hormonskandale, Meldungen über Antibiotika in der Tiermast und weitere Nachrichten, die dem Verbraucher den Appetit auf Fleisch aus der intensiven Massentierhaltung verderben, haben findige Geschäftsleute veranlasst, über alternative Wirtschaftsmöglichkeiten nachzudenken. Denjenigen Landwirten, die durch die verfehlte Agrarpolitik der Europäischen Union zur Aufgabe gezwungen sind, als Rettungsanker die Zucht und nutztierartige Haltung exotischer Wildtiere zu empfehlen, ist jedoch unverantwortlich.

Seit Beginn der 90er Jahre werden Strauße in Deutschland als landwirtschaftliche „Nutztiere" gehalten, obwohl diese Wildtiere sich an das hiesige feuchtkalte Klima nicht anpassen können. Das Gefieder von Straußen ist zur Minderung von Wärmeverlusten wenig geeignet. Strauße besitzen keine Bürzeldrüse und können ihr Gefieder daher nicht durch Einfetten vor der Durchnässung schützen. Insbesondere Jungstrauße gelten als kälteempfindlich. Klimabedingte Krankheiten und Schäden reichen von Unterkühlungen, Erfrierungen und Nierenerkrankungen bis hin zu Knochenbrüchen bei Glatteis.

Aus diesem Grund müssen die aus offenen Landschaften stammenden Laufvögel zum Teil längere Zeit in Ställen verbringen, was ihre Möglichkeiten an Bewegung und anderen Verhaltensweisen erheblich einschränkt.
Eine artgerechte Haltung von landwirtschaftlich genutzten Straußen ist in Deutschland nicht möglich.
 

Unsere Bitte:

   Kaufen Sie keine Straußenprodukte !

   Essen Sie kein Straußenfleisch !