!!! Herbstzeit ist auch wieder Igel-Zeit !!! Wann braucht ein Igel menschliche Unterstützung???
Herbstzeit ist auch wieder Igel - Zeit
Igel sind jetzt intensiv auf Futtersuche unterwegs, gleichzeitig suchen sie auch schon nach einem geeigneten Winterquartier.
Herbst - Die Tage werden deutlich kürzer und die Temperaturen sinken merklich. Es ist Zeit für Igel, sich genügend Winterspeck anzufressen und auf die Suche nach einem geeigneten Überwinterungsplatz zu begeben. Entsprechend viele Igel sind jetzt wieder unterwegs. Doch es drohen viele Gefahren. Allein dem Straßenverkehr fallen alljährlich Tausende Igel zum Opfer.
„Gerade jetzt wieder werden die Straßen zu Todeszone für viele Igel. Statt bei Gefahr zu fliehen, rollen sich Igel zu einer Kugel zusammen und verlassen sich auf den Schutz Ihrer Stacheln. Bei einer Kollision mit einem Auto hat das leider meist tödliche Folgen.
Liebe Autofahrer: Erhöhte Vorsicht, bitte fahren Sie langsam und nehmen Sie Rücksicht auf die dämmerungsaktiven Wildtiere!
Aber auch Kellerschacht, Schwimmbäder oder steile Treppen werden Igeln oft zur tödlichen Falle. Hinzu kommen der drohende Feuertod durch rücksichtsloses Abbrennen von gelagertem Laub und Gartenreißig oder Verletzungen durch Rasenmäher und elektrischen Sensen. Igel sind inzwischen ernsthaft bedroht.
Andererseits benötigt nicht jeder herumlaufende Igel sofortige Hilfe.
Der Landestierschutzverband und wir weißen darauf hin, dass nur eindeutig kranke, verletzte oder offensichtlich unterernährte Igel, sowie verwaiste Igelsäuglinge bzw. Igel, die nach Wintereinbruch, d.h. bei Frost und Schnee noch herumlaufen, menschliche Hilfe und Pflege benötigen.
Wann darf ich einen Igel mitnehmen: ( Alarmzeichen )
- Wenn das Tier tagsüber herumirrt.
- Wenn es apathisches Verhalten zeigt.
- Wenn sich das Tier bei Gefahr nicht einrollt.
- Wenn es hustende Geräusche von sich gibt.
- Wenn das Tier mager und/oder eingefallen aussieht.
- Wenn das Tier eine Verletzung hat.
Sollten Sie ein solches Tier finden, ist es am besten ihn gleich zu einem Tierarzt zu bringen oder in eine dafür vorgesehene Auffangstation.
Wenn die genannten „Alarm"-Zeichen nicht zutreffen, sollte der Igel vor Ort in seiner gewohnten Umgebung belassen werden.
Nur Ausnahmefälle berechtigen einen Igel vorübergehend zur Pflege aufzunehmen. Besser ist es den Tieren günstige Lebens- und Überwinterungsmöglichkeiten zu bieten, bspw. im eigenen Garten.
Herunterfallende Äste und Blätter nicht zu entsorgen, sondern Sie den Igeln als günstige Überwinterungsmöglichkeit anzubieten. Hierfür eignen sich besonders gut dichte Reisig-Haufen, die sich der Igel dann mit Laub und Blättern auspolstern kann. Man kann auch ein Igelhäuschen aufstellen. Ein ebenso leicht selbst zu bauendes Futterhaus sorgt dafür, dass ihm andere Tiere das Futter nicht streitig machen können.
Bauanleitungen hierzu, bietet Ihnen der Deutsche Tierschutzverband, ebenso weitere Broschüren und Informationsmaterial.
zurück




